Der vierte Weg ist der Weg des Haida-Yogas. Er ähnelt dem Weg des Yogis, hat jedoch zugleich etwas anderes. Gleich dem Yogi studiert der «Haida-Yogi» alles, was studiert werden kann. Er hat allerdings die Fähigkeit, mehr zu erkennen als ein gewöhnlicher Yogi.
Im Orient gibt es eine Sitte: wenn ich etwas weiss, so erzähle ich es nur meinem ältesten Sohn. Dieser wird es wiederum nur seinem ältesten Sohn mitteilen. Auf diese Weise werden einige Geheimnisse weitergegeben, ohne dass Aussenstehende sie erfahren. Von hundert Yogis kennt vielleicht einer diese Geheimnisse.
Es bleibt jedoch eine Tatsache, dass es ein Wissen gibt, welches die Arbeit auf dem Weg zu beschleunigen vermag. Worin liegt der Unterschied? Ich will es Ihnen an Hand eines Beispiels erklären.
Nehmen wir an, ein Yogi müsse, um eine gewisse Substanz in sich zu entwickeln, eine Atemübung ausführen. Er weiss, dass er sich niederlegen und einige Zeit lang in einer bestimmten Weise atmen muss. Ein «Haida-Yogi» weiss all das, was ein Yogi weiss, und er handelt wie dieser. Aber er besitzt einen gewissen Apparat, mit dessen Hilfe er der Luft die für seinen Körper erforderlichen Elemente entnehmen kann. Der «Haida-Yogi» spart durch die Kenntnis dieser Geheimnisse Zeit.
Ein Yogi braucht fünf Stunden, der «Haida-Yogi» eine Stunde. Dieser bedient sich einer Kenntnis, über die jener nicht verfügt. Der «Haida-Yogi» macht in einem Monat, was der Yogi in einem Jahr vollbringt. Und so ist es mit allem.
Alle diese Wege streben nach demselben Ziel: der innerlichen Umwandlung des h in einen neuen Körper.
Quelle: Gurdjieff - Aus der Wirklichen Welt
Kommentare