Gurdjieff wurde gefragt, wie ein Mensch vom Gesetz des Zufalls zum Gesetz des Schicksals gelangen könne. Er sagte sinngemäß: "Nur durch ein Wachstum des Wesens, das ihm innewohnt. Ein Maschinenmensch, ein mechanischer Mensch, reagiert aus der Persönlichkeit heraus, die ihm nicht gehört. Die Persönlichkeit unterliegt mehr Gesetzen als das Wesen." "Um es kurz zu fassen", fuhr Gurdjieff fort, "die Persönlichkeit unterliegt 48 Gesetzordnungen, die falsche Persönlichkeit 96, die Essenz steht unter 24 Gesetzen, und eine richtige Entwicklung und ein Wachstum des Wesens können sogar dazu führen, dass ein Mensch nur noch 12 Gesetzordnungen unterliegt - also den Gesetzen der Sonne." "Dann", fügte Gurdjieff hinzu, "untersteht er dem Gesetz des Willens." Quelle: Maurice Nicoll - Psychological Commentaries
Als ich begann, mich an mich selbst zu erinnern, eröffnete sich mir eine völlig neue Klangwelt, eine Welt, von der ich zuvor fast völlig abgeschnitten gewesen war. Sofort nahm ich das Rauschen des Verkehrs, meine eigenen Schritte, das Stimmengewirr der Menschen im Vorbeigehen, das Zuschlagen von Türen und das Hupen entfernter Autos wahr. Zwar sah ich auch Dinge, die mir zuvor entgangen waren, doch der Übergang vom Nichtsehen zum Sehen war weit weniger einschneidend als der vom Nichthören zum Hören. Diese Erfahrungen überzeugten mich, dass Ouspenskys Aussage zutraf und dass eine bewusste Anstrengung im Moment des Empfangens von Eindrücken deren Lebendigkeit erheblich steigerte. Daran gab es keinen Zweifel. Quelle: Kenneth Walker - A Study of Gurdjieffs Teaching